Gps Handy für Kinder

GPS-Handy für Kinder

Die Eltern: Das Handy kann mit einer Genauigkeit von wenigen Metern über GPS lokalisiert werden. Das Telefon verfügt über eine Notruftaste und eine GPS-Ortung. Nicht wirklich billiger Spaß, aber mit vielen Sicherheitsfunktionen eine Beruhigung für Kind und Eltern: Erstes GPS/GSM-Handy für Kinder auf dem Schweizer Markt: Kinder telefonieren mit i-Kids, um ihre mit Mobiltelefonen ausgestatteten Kinder jederzeit orten zu können.

Sniffing Methoden: Mit diesen Geräten können Kinder überwacht werden.

Gute Familien müssen daher immer wissen, wo sich ihre Kinder gerade befinden. Amazon hat bereits ein ganzes ganzes Sortiment an Kinder-Location-Gadgets. Monitoring-Apps wie Pocket Nanny und Family Trackers gibt es in der Regel im Doppelpack: Mama bringt die Eltern-App als Receiver auf ihr Handy, die Kinder-App als Transmitter müssen die Kinder auf ihrem Handy mitnehmen.

Den besorgten Müttern können die Erzeugnisse im florierenden Binnenmarkt mitgebracht werden. Der Trailer "Wo ist Lilly" kostete beeindruckende 189 EUR. Der Schlüsselanhänger in der Größe eines Schlüsselanhängers zeichnet die Bewegung der Kinder über GPS auf und teilt den Kindern ihren Aufenthaltsort und ihre Route über Google Maps mit. Durch die eingebaute SIM-Karte kann das Baby auf Tastendruck einen Notfallruf tätigen.

Andererseits können die neugierigen Mütter und Väter das Mikrophon des Gerätes insgeheim einschalten und ihr Baby mithören. Das Simlocate K1 Kindertelefon von Simvalley hat die gleichen Funktionalitäten in kuscheliger Bärenoptik (80 Euro). Wer nicht möchte, dass sein Baby die Beobachtung mitbekommt, dem rät ein Elternteil im Kinder-Forum den als Kinder-Uhr verkleideten "Num8" GPS-Tracker von Lok8U.

Gegen einen Unkostenbeitrag von 177 Euros gibt es nicht nur die Radiowecker, sondern auch die Basis-Station mit dem beinahe magischen Titel "Freedom". Öffne das Kleinkind den Uhrenverschluss, sendet das System eine Warn-SMS und arbeitet wie ein elektronisches Fußkettchen. Aber die Anschaffung eines "Peilsenders" reicht in der Regel nicht aus: Viele Angebote beinhalten neben dem Preis des Gerätes auch Tarife für die Positionsmeldung per Handy - bei einer Kreditkarte mit Datenflatrate ab 4,90 EUR.

Interessierte sollten sich vor dem Einkauf auch darüber erkundigen, ob der Provider Zusatzkosten z.B. für ein Tracking-Portal berechnet. Wenn betroffene Mütter und Väter überprüfen wollen, wo sich ihr Nachkomme gerade befindet, reicht je nach Anlage ein kurzer Einblick in die Basis, den PC-Monitor oder das Handy. Bei Verlassen dieses Bereichs versenden die Kinder eine Alarm-SMS mit Geobasisdaten.

Ausgefeilte Tracking-Programme können die Bewegungsgeschwindigkeit des überwachten Kindes anzeigen. Auf diese Weise kann beispielsweise festgestellt werden, ob die nächste Generation auf dem Weg zur Schule ist. Furcht führt zu übervorsichtigen Erziehern zu solchen Überwachungsverfahren. Mit konzentrierter High-Tech wollen viele Mütter und Väter diese wahrgenommenen Gefahren auf ein Minimum reduzieren. Inwieweit dieses Monitoring gut für ihre Kinder ist, ob es wirkliche oder nur wahrgenommene Geborgenheit bringt, müssen die Erziehungsberechtigten selbst mitbestimmen.

In jedem Fall ist der Standort nicht rundum geschützt. Außerdem können Kinder die Transmitter verloren gehen oder an einem anderen Ort unterbringen. Wenn sich Kinder beobachtet fühlten, können sie nie frei sein und keine Unabhängigkeit haben. Da sind sich die meisten Fachleute einig - ebenso wie Paula Honkanen-Schoberth, Geschäftsführende Direktorin des Vereins.

"Computerbild ": Es gibt immer mehr Möglichkeiten, Kinder mit GPS-Geräten zu beobachten. Denkst du, das macht Sinn? Paulo Honkanen-Schoberth: Die Produzenten behaupten, dass die Produkte die Kindersicherheit gewährleisten würden. Jedoch ist diese Sicherung irreführend, da Gerätschaften abhanden kommen oder nicht. Besonders für kleine Kinder ist es von Bedeutung zu wissen, dass meine Mutter sich um mich kümmert, nicht um ein Hilfsmittel.

"Computerbild." Honkanen-Schoberth: Aus didaktischer Perspektive müssen wir uns vor negativen Effekten fürchten. Weil diese Vorrichtungen zur Unsicherheit von Kindern und Erwachsenen beitragen: Es entsteht der Gedanke, dass Kinder dauernd und an jedem Ort so bedroht sind, dass sie sich zu jeder Zeit aufhalten müssen.

"Computerbild." Was ist mit den Rechten der Kinder, wie zum Beispiel der Intimsphäre? Honkanen-Schoberth: Kinder benötigen Raum und Ruhe, um ein hohes Maß an Selbstvertrauen zu haben. Ein souveränes Erscheinungsbild ist einer der wichtigsten Faktoren für den Schutz von Kinder. Es gilt, die Kinder zu stärken und für den Aufbau von gegenseitigem Respekt zwischen Mutter und Kind zu sorgen.

Bezugsquelle: "Computer Bild". Näheres zu diesem Themenkomplex ist in der "Computer Bild", Heft 23/2013 zu lesen.

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